1989 beginnt in 14 ausgewählten EDEKA-Märkten der EDEKA Nord eine kleine Qualitätsrevolution. Das Markenfleisch-Programm „Gutfleisch“ wird ins Leben gerufen. Nur ein Jahr später wird es flächendeckend in der ganzen Region übernommen – versehen mit dem CMA-Siegel der Deutschen Agrarwirtschaft.

2006 wurde im westmecklenburgischen Valluhn/Zarrentin eine neue, moderne Produktionsstätte gebaut: das NORDfrische Center. Hier arbeiten Fleischermeister, ausgebildete Fleischer und viele weitere Mitarbeiter rund um die Uhr für einen reibungslosen Ablauf von Zerlegung und Produktion. Alle Fleisch- und Wursterzeugnisse von „Gutfleisch“ werden nach traditioneller Rezeptur und alter Handwerkskunst hergestellt.

Die Gutfleisch-Tierschutz­beauftragte

Das ist etwas Besonderes in der Branche: Seit 2013 fungiert Sandra Erdmann als Bindeglied zwischen Fleischwerk und Landwirtschaft, Erzeugergemeinschaften, Schlachthöfen, Politik und Verbraucher. Dabei achtet die studierte Agrarwissenschaftlerin nicht nur auf die Durchsetzung unserer Anspruchspunkte, sondern verleiht dem Gutfleisch-Projekt durch frische Ideen ständig neue Impulse.

Spitze in Sachen Tierwohl

Mit der Initiative Tierwohl soll eine tiergerechtere und nachhaltigere Haltung erreicht werden. Teilnehmende Landwirte verpflichten sich freiwillig, über gesetzliche Standards hinausgehende Maßnahmen z.B. in Bezug auf Platz im Stall, Fütterung und Beschäftigung umzusetzen. Dafür werden sie nach erfolgreicher Zertifizierung von der Initiative Tierwohl honoriert. Das Geld stammt vom LEH, der einen Tierwohlbeitrag von 6,25 Cent für jedes verkaufte Kilo Schweinefleischware an die Initiative Tierwohl zahlt. Wir sind stolz darauf, dass mittlerweile alle Gutfleisch-Landwirte an der Initiative Tierwohl teilnehmen und damit einen wertvollen Beitrag zur Tiergesundheit leisten.

Haltungsform Schwein

Für unser Markenfleischprogramm ergreifen wir Maßnahmen, die nachhaltig zu einer Verbesserung der Tiergesundheit führen und im Einklang mit dem Wohlbefinden der Tiere stehen. In der vom Lebensmittelhandel vereinheitlichten Tierhaltungskennzeichnung ist Gutfleisch-Schweinefleisch für die Haltungsform Stufe 2 zertifiziert. Das setzt beispielsweise pro Tier 10 % mehr Platz im Stall als gesetzlich vorgeschrieben, organisches Beschäftigungsmaterial und eine Teilnahme an einem indexierten Schlachtbefundprogramm voraus.

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Haltungsform Rind

Auch bei unserem Rindfleisch bieten die Gutfleisch-Rindermäster ihren Tieren schon heute verbesserte Anforderungen im Vergleich mit den gesetzlichen Vorgaben. Alle Produkte entsprechen der Haltungsform Stufe 1. Damit erhalten die Jungbullen z.B. mindestens 1,5 m² bis 1,8 m² pro Tier. Außerdem wird gewährleistet, dass für jedes Tier eine Liegebox im Ruhebereich zur Verfügung steht. Es wird allerdings konsequent daran gearbeitet, bald Haltungsform Stufe 2 ausloben zu können.

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Eine reife Leistung: Gutfleisch-Rindfleisch

Unserem Gutfleisch-Rindfleisch bleiben wir bei Wind und Wetter treu, denn es stammt garantiert aus Norddeutschland. Sie können jedes einzelne Teilstück von der Theke über die Verarbeitung und Schlachtung bis zum Stall und jeweiligen Tier zurückverfolgen. Wir verarbeiten ausschließlich das Fleisch von Jungbullen und schauen bei Rasse, Fettklasse und Muskelfülle ganz genau hin: Nur das Beste ist gut genug für unser Markenfleischprogramm. Jedem Beef gönnen wir ausreichend Reifezeit nach dem Dry-Aged-Verfahren. Um eine gleichbleibend hohe Qualität zu gewährleisten, wird jeder Produktionsschritt regelmäßig auf Herz und Nieren kontrolliert. Hier liegt uns besonders das Wohl der Tiere am Herzen. Die Gutfleisch-Rindermäster bieten ihren Tieren schon heute höhere Standards als gesetzlich gefordert. Wir arbeiten stetig daran, die Bedingungen zu verbessern. Nur mit diesem Aufwand können wir Ihnen Rindfleisch von höchster Qualität und bestem Geschmack bieten.

Ausgezeichnete Qualität

Unser Einsatz lohnt sich: Zufriedene Kunden und regelmäßige Prämierungen, darunter 26 Mal in Folge die Auszeichnung „Preis der Besten“ in Gold der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) für langjährige Produktqualität, belegen unsere Spitzenposition. Darauf sind wir stolz.

Und wir arbeiten täglich daran, unser Markenfleischprogramm immer ein Stückchen besser zu machen. Um eine tiergerechtere Haltung voranzutreiben, haben wir z.B. gemeinsam mit den Universitäten in Bonn und Göttingen das Forschungsprojekt MarkiT (Markenfleischprogramm – Integration von Tierwohl) aufgelegt. Die im Projekt entwickelten Haltungsstandards werden in ausgewählten Pilotbetrieben umgesetzt und sollen ganzheitlich in das Markenfleischprogramm integriert werden.